Transaktionsanalyse

Jürg Bolliger  bietet heute (7.12.2015) und am Mittwoch (9.12.2015) ein Kennenlern-Webinar zur Transaktionsanalyse an: Unter https://www.edudip.com/w/65366 kann man sich anmelden – kostenlos!

Zur Vorabinformation fasst er die wesentlichen Inhalte der Transaktionsanlyse wie folgt zusammen:

Die Transaktionsanalyse (TA) ist eine Theorie und Methode, welche das menschliche Erleben und Verhalten verständlich macht. Ihre Anwendung befähigt Menschen, ihr Denken, Fühlen, und Handeln wie auch ihre Interaktionen mit andern besser zu verstehen und zu verändern, so dass sie zu einem konstruktiven Umgang mit sich selbst und andern gelangen.

Weiter bietet die Transaktionsanalyse wertvolle Werkzeuge zur Professionalisierung für Menschen, welche berufliche beraten, begleiten, betreuen, lehren oder führen.

Das Menschenbild der Transaktionsanalyse geht davon aus, dass jeder Mensch einzigartig und wertvoll ist. Jedem Menschen werden die Fähigkeiten zugestanden, zu denken, Entscheidungen zu treffen und sich zu entwickeln.

Die wichtigsten Themen, mit welchen sich die Transaktionsanalyse befasst, sind:
– Die menschliche Persönlichkeit (Ich-Zustände)
– Kommunikation (Transaktionen)
– Kommunikative Muster (Spiele)
– Der Lebensplan (Skript)

Die Transaktionsanalyse ist vom amerikanischen Arzt und Psychotherapeuten Eric Berne (1910 – 1970) begründet und seither von zahlreichen Fachleuten weiterentwickelt worden. 

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Social Impact – Wirksam in die Zukunft investieren

In einem Gespräch mit einem führenden Mitarbeiter eines grossen Automobilherstellers kamen wir auf die Frage, wie sich unser Wirtschaftssystem in den nächsten zwanzig Jahren verändern wird. Überraschenderweise kam sinngemäß die folgende Antwort: „Genauso wie wir heute kaum noch Produkte verkaufen können, ohne die ökologische Frage zu beantworten, werden die Kunden in einigen Jahren Produkte von Firmen bevorzugen, die eine nachhaltige Antwort auf die soziale Frage geben können.

Aber der Wandel muss tiefer und weiter gehen!

Ebenso schon vor einigen Jahren stellte Fredmund Malik in einem Artikel im Handelsblatt fest:

„Der Gewinn als Steuerungsgrösse hat ausgedienst“

In dem Interview geht es wie folgt weiter:

Wir stehen mitten in einer der geschichtlich größten Umwandlungen von Wirtschaft und Gesellschaft, an deren Ende eine neue Demokratie stehen wird. Es ist der Übergang von einer Alten Welt zu einer Neuen Welt. Das geht nicht reibungslos. Die Krise sind die Geburtswehen der Neuen Welt. Im Zuge dieser Transformation wird sich weltweit fast alles ändern, was Menschen tun, wie sie es tun und warum sie es tun, und auch ihr Verständnis wer sie sind. Es entstehen neue Gesellschaftsstrukturen, neue Machtverhältnisse, ein neues Wirtschaften und neue Arbeits- und Lebensformen.

Mit welchen Folgen?

Das Finanzsystem in seiner heutigen Form wird verschwinden. So gut wie alle öffentlichen Systeme werden grundlegend um- und neugebaut werden müssen, seien es Bildungs- und Gesundheitswesen, die Sozialsysteme oder Verwaltung und Regierung. Besonders tiefgreifend müssen sich unsere Verfahren des Problemlösens, Entscheidens und Umsetzens auf allen Gesellschaftsebenen verändern, weil diese so wichtigen Systeme durch die heutige Komplexität am meisten gefordert und überfordert sind. Die herkömmlichen Methoden haben ihre Problemlösungskraft weitgehend verloren. Wir müssen die Demokratie neu erfinden. Die Lösungen für all das gibt es bereits, aber sie sind den meisten Entscheidern noch nicht bekannt.

Fredmund Malik zeichnete ein finster erscheinendes Bild der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zukunft. In den letzten 4 Jahren, seit Erscheinen seines Buches, sind allerdings kaum konkrete Lösungsansätze sichtbar geworden, die wirklich zukunftsweisend und konkret umsetzbar sind.

Es gibt Ansätze, die Lösungen versprechen, die wirkliche Veränderung bringen: Es geht um SOCIAL IMPACT!

Mit Juvat entwickelt die Benckiser Stiftung Zukunft den ersten deutschen Social Impact Bond. Social Impact Bonds bergen das Potential, sowohl die Wirksamkeit als auch die Finanzierungsgrundlage gemeinnütziger Arbeit nachhaltig zu verbessern. Wie genau das funktioniert, zeigt dieser Film.

Konzept: Benckiser Stiftung / Wgitd.
Produktion: Wgitd.
Musik & Sounddesign: Sven Lütgen

Zum Weiterlesen:

Was ist ein Social Impact Bond?: http://www.juvat.org/juvat_dt.pdf

Fredmund Malik
Strategie: Navigieren in der Komplexität der Neuen Welt
Campus Verlag, Frakfurt am Main 2011
392 Seiten, 39,90 Euro

Luxus der Einfachheit: Lebensentwürfe jenseits der Norm

Diese Neuerscheinung im Kehrer Verlag beschäftigt sich mit der Notwendigkeit der Einfachheit und Klarheit in unseren Lebensentwürfen. Die Bilder waren in einer Ausstellung bis Februar im Müncher Stadtmuseum zu sehen. Nun kann man sie in einem Bildband betrachten. Aus dem Text des Verlags zur Vorstellung der Neuerscheinung:

247-9783868285246Die Möglichkeiten des Individuums, sein Leben selbst zu gestalten,waren noch nie so vielfältig wie heute. Zugleich wird der moderne Mensch nicht zuletzt durch die Zwänge der Globalisierung dazu gedrängt, möglichst flexibel, effizient, innovativ und eigenverantwortlich zu sein und zu handeln. Was dem Einzelnen neue Freiheiten bringen mag, führt allzu oft auch zu einer Selbstverausgabung mit den bekannten physischen wie psychischen Folgen. Die bei vielen Menschen zu beobachtende Sehnsucht nach Überschaubarkeit und einfacheren Strukturen drückt sich mittlerweile in den verschiedensten Lebensbereichen von der Mode über die Architektur bis hin zu Ernährungsweisen und Reiseverhalten aus.

Die Herausforderungen der Multioptionsgesellschaft führen bei manchen zu Rückzug und Ablehnung der Dynamik und Komplexität des Lebens. Aber geht es wirklich nur um „Ausstieg“?

Kann es sein, dass wir an manchen Stellen die Früchte geniessen wollen: Freiheit, Sicherheit, Beziehung, Wohlstand, Erfolg, Innovation, Gesundheit, Frieden,…, aber uns weigern den Baum und seine gewachsenen Wurzeln zu pflegen, der diese hervorbringt. Alles Instant? Wir tun oft so, als ob mit uns die Familien-, Firmen- und Kulturgeschichte anfängt und alles Vorangegangene „dekonstruierbar“ wäre. Aber ohne die tragenden Strukturen des Stammes und den gewachsenen Wurzeln vertrocknen die so begehrten und lebenswichtigen Früchte!

Was sind unsere Wurzeln? Woher beziehen wir die Kraft zum Wachstum. Warum erscheint unsere Lebensweise oft so kraftlos, ausgebrannt und bringt kaum noch Frucht. Warum reifen wir in manchen Lebensbereichen nur sehr langsam und kämpfen immer wieder mit den gleichen destruktiven Lebensmustern? Warum „gedeihen und wachsen“ unsere Betriebe und Unternehmungen nicht in dem Mass, wie es möglich wäre?

Es geht z.B. nicht nur darum, die Fehler der  Vergangenheit zu vermeiden (was sowieso schwierig ist), sondern eher die Kraft, den „Segen“ und die Stabilität vorangegangener Generationen zu nutzen. Wir sind doch keine Waisen. Wir haben Ressourcen, die noch ungenutzt bleiben. „Don`t spit on your roots!“

Wir haben an manchen Stellen ein „beleidigtes Verhältnis“ zur Realtität und versuchen unsere Enttäuschung mit dem „Zuviel“ der westlichen Überflussgesellschaft“ zu betäuben und wundern uns, wenn im persönlichen Leben, den Ehen, den Familien und den Betrieben die Vitalität fehlt. Wir brauchen die „Stunden der Wahrheit“, in denen wir uns dem Leben stellen.

Einfachheit und Klarheit sind eben nicht nur Luxus, der auf die Dauer auch langweilt, sondern Voraussetzungen, um die „Dynaxity“ unseres Lebens mit Vitalität und Wachstum zu gestalten. Wir haben die Ressourcen und Fähigkeiten, die entdeckt, genutzt, trainiert und aufgebaut werden müssen.

Systemdenken und Kybernetik im St. Galler Management-Modell

Der Ausdruck „Kybernetik“ enthält , wie „System“, eine altgriechische Sprachwurzel, nämlich „kybernetes“, was gleichbedeutend ist mit Steuermann. Er ist aber erst 1947 geschaffen worden. Ursprünglich wurde er für die Bezeichnung von Systemen verwendet, welche, wie die Thermostaten und die Fliehkraftregler, dank Feedback-Mechanismen einen Ist-Wert in der Nähe eines vorgegebenen Sollwerts halten und ihn damit stabilisieren. Die Regelung der Temperatur eines Raumes, des Lauftempos einer Maschine oder von Zu- bzw. Abflüssen sind Beispiele dafür. Wie das Systemdenken war die Kybernetik von allem Anfang an interdisziplinär ausgerichtet. Jenseits des fachüblichen Rasters verbindet sie Teile der Mathematik, Statistik, Neurophysiologie, Biologie und Informationstheorie zu einer neuen Einheit. Ihre Erkenntnisse liessen sich rasch auf die verschiedensten Bereiche ausdehnen, so insbesondere auch auf technische Systeme, wie Lenkwaffen, aber auch auf soziale Systeme. Die Beziehungen zwischen Systemdenken und Kybernetik sind äusserst eng und vielfältig. Kybernetik kann denn auch als Studium des Verhaltens einer ganz bestimmten Klasse von Systemen umschrieben werden.

Aus: Systemdenken und Kybernetik als Grundlage des St. Galler Management-Modells
Prof. Dr. Emil Brauchlin schrieb diesen Artikel im Jahre 2007. Als langjähriger Professor und Institutsdirektor an der HSG (heute Universität St. Gallen) ist Prof. Brauchlin ein Weggefährte von Prof. Dr. Hans Ulrich und Zeitzeuge der Entwicklung der St. Galler Management Lehre.