Haltung ist das Rückgrat guter Führung

Dr. Bernd Slaghuis, fasst in seinem Artikel hervorragend zusammen, was es bedeutet, als Führungskraft Haltung (Backbone) zu entwickeln. Haltung kann man lernen, muss man aber auch im Alltag trainieren. Klar geht es um Mindsetveränderung. Der aufrechte Gang kommt aber nicht durch ein paar schlaue Gedanken, sondern durch die konkrete Führungshandlung und die mutige Umsetzung innovativer Ansätze im Alltag. Dr. Slaghuis nennt folgende grundlegende Haltungen (zu trainierende „Muskelgruppen“):

  • Achtsamkeit – Ich nehme Dich wahr.
  • Offenheit – Ich interessiere mich für Deine Ideen.
  • Wertschätzung – Ich schätze Deine Werte.
  • Empathie – Ich verstehe Dich und zeige Dir das auch.
  • Respekt – Ich achte Dich als Persönlichkeit.
  • Gelassenheit – Ich bin Dein Ruhepol.
  • Flexibilität – Ich bin bereit, mit Dir neue Wege zu gehen.
  • Vertrauen – Ich bin überzeugt, dass Du es kannst.
  • Augenhöhe – Wir können beide voneinander lernen.

Im Sport ist es völlig normal, dass Athleten Spitzenleistungen nur mit Hilfe von guten Trainern bringen können. Bewusste Planung der Trainings- und Regenerationsphasen gehört zum Alltag. Reflektion der eigenen Haltung und Fähigkeiten mit einem professionellen Gegenüber muss sein. Spitzensportler brauchen Feedback!

Was macht ein Coach und Trainer? Er macht Muskelkater!

Es geht um persönliches Wachstum. Ein Muskel, der geschont wird, schrumpft. Da gibt es keine „Shortcuts“. Das Rückgrat, d.h. die Kraft einer Persönlichkeit, wächst nicht auf dem Sofa. Der Weg des geringsten Widerstands führt ins Abseits oder ans Tabellenende. Im Fitnessbereich wissen wir das. Führungskräftetraining ist deshalb eine strategische Entscheidung und mehr als eine „HR-Zierleiste“! Von nix kommt nix! Die Herausforderungen der kommenden Monate und Jahre werden nicht kleiner. Wer besteht und bleibt standhaft , wenn das Schiff in schweren Seegang kommt?

Es geht nicht um oberfächliche Selbstoptimierungsbemühungen, sondern um persönliches Wachstum. Das kann man aber nicht erzwingen. Es geht nicht um das ständige Getriebensein durch Vorgaben oder das atemlose „Hinterherhächeln“ im Hamsterrad, sondern um Reifung.

Das Leben macht einfach mehr Spass, wenn man seine Selbstwirksamkeit entdeckt, raus kommt aus der Opferhaltung und konkrete Handlungsoptionen umgesetzt werden. Nach dem Erreichen der Ziellinie wartet die Party!

Auf seinem Blog

slaghuis

schreibt er zum Schluss:

…Haltung hat viel mit der eigenen Perspektive und ihrer Bewertung zu tun. Die Haltung entscheidet darüber, wie wir Dinge sehen und welche Bedeutung wir ihnen beimessen. Haltungs-Training heißt für mich, sehr bewusst die eigenen Weltbilder und gewohnten Handlungsweisen zu hinterfragen. Ist es richtig, jemanden sofort in die Schublade „Dumme Tussi“ einzusortieren, nur weil das Mädel blond ist und goldenen Glitzerstaub auf den pinken Nägeln kleben hat? Intressieren Sie sich für die Menschen und ihre Denkweisen um Sie herum und stecken Sie sie nicht gleich in Schubladen, weil Sie es so gewohnt sind und das so herrlich einfach ist.

Im Führungsalltag geht es darum, Gewohnheiten bewusst zu hinterfragen und aktiv zu versuchen, andere neue Perspektiven einzunehmen. Bevor Sie das nächste Mal bei Ihrem nervigsten Mitarbeiter denken „Wieso fragt er mich immer solche Lapalien und entscheidet es nicht selbst!“, hinterfragen Sie nicht nur Ihre eigene Haltung dahinter, sondern auch dessen Weltbild, Motivation und Werte.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s