Chancen sehen und nutzen

Ein Fussballspiel dauert neunzig Minuten und es geht ja darum, ein Tor mehr zu schiessen als der Gegner. Das Spiel lebt von der Begrenzung und diesem Wettbewerb. Was macht ein Spieler, wenn er in der 85. Minute im Fünfmeterraum den Ball bekommt und nur noch der Torwart vor ihm steht? Er hält mehr oder weniger überlegt drauf und macht das Tor. Er wagt den Schuss! Vom Fussball kann man lernen, dass gerade dann, wenn 100% Chancen nicht genutzt werden, das Gegentor kommt. Die Abwehr wird überlastet, wenn nach vorne nichts läuft oder Chancen vergeben werden.

Mit welcher Einstellung gehe ich eigentlich auf den Platz? Ins Meeting? Ins Projekt? Durchs Leben? Passiv/reaktiv oder offensiv/aktiv? Was hält uns eigentlich ab, Chancen „beherzt“ zu nutzen? Die Angst vor dem Leben? …Fehler zu machen? Wenn es klar ist, wenn die Möglichkeiten auf dem Tisch liegen, wenn der Ball vor dem Tor liegt…, dann muss geschossen werden.

Immer wieder tun sich im Leben Chancen auf. Dann steht man davor und hat die Entscheidung vor sich: Nutze ich diese Chance oder nicht? Bei diesen Entscheidungen stehen oft die eigenen Erfahrungen und unbewussten Glaubenssätze im Wege. Die müssen entlarvt und überwunden werden! Gerade wenn man bemerkt, dass man ständig sich selbst sabotiert oder offensichtliche Chancen nie nutzt und nicht vorwärts kommt, braucht man einen Trainer, Coach oder Sparringspartner. Wie tragisch ist es, wenn im Rückblick die Worte „hätte“, „sollte“, „könnte“ die enttäuschten Aussagen dominieren. Die Zeit ist begrenzt!

Dabei ist es natürlich wichtig, dass der innere „Kompass“ ausgerichtet ist und das Gewissen, die eigenen Ziele und Werte, vorher geklärt sind. Auch bei einem Unternehmen gibt es Gewissensfragen! Nicht alles, was augenscheinlich zuerst möglich ist und Wettbewerbsvorteile bringen könnte, zahlt sich langfristig aus. Aber den Mut, ins Risiko zu gehen und durch  die Möglichkeit einen Fehler zu machen, sich nicht ab halten zu lassen, zeichnet lebendige Menschen und erfolgreiche Unternehmen aus. Kreativität und Vitalität entstehen und wachsen in Situationen, die ohne Vollkasko abgesichert sind: „Wer wagt gewinnt!“

Eigentlich nichts Neues! Jeder weiss das. Spätestens in der sogenannten Lebensmitte dämmert es jedem und jeder. Dann kann man den vergebenen Chancen nachweinen und in die Opferrolle gehen, oder man steht zu seinen Herzenswünschen, Leidenschaften und Träumen und macht den Schritt!

Erforschen. Träumen. Entdecken. Einfach mal aus dem Fenster schauen und die Gedanken wandern lassen. „Oh Mann, hätte ich doch damals…!“ Der nicht geschriebene Brief. Die nicht gemachte Reise. Die unausgesprochene Entschuldigung. Das vergessene Lob. Die versäumten Abenteuer. Natürlich wiegen die Fehler schwer und man ärgert sich über die Niederlagen. Aber die vielen ungenutzten Chancen sind auf lange Sicht schmerzhafter. Denn niemand kann die Zeit zurückdrehen.

In vielen Coachinggesprächen und Seminaren erlebe ich, dass Menschen für sich persönlich oder auch als Führungskräfte im Unternehmen an dem Punkt stehen, wo es „nur“ noch um die Umsetzung geht. Dann braucht man einen Sparringspartner, der ehrlich und unbestechlich Feedback gibt und Mut macht, aufrecht durchs Leben zu gehen.

”Twenty years from now you will be more disappointed by the things that you didn’t do than by the ones you did do. So throw off the bowlines. Sail away from the safe harbor. Catch the trade winds in your sails. Explore. Dream. Discover.”        

Mark Twain

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