The Power of Focus: „energy flows where attention goes.“

„Es reicht nicht, ich habe es dir gleich gesagt!“ Zu wenig, zu hässlich, zu spät, zu dumm, zu langsam,  usw. . Wer kennt diese äusseren und inneren Kritiker nicht? Wenn Kritik nicht von unseren Mitmenschen kommt, machen wir uns oft selbst fertig. Und natürlich stehen wir von klein auf im Wettbewerb! Wer etwas anderes behauptet, steht in der Gefahr als Romantiker beschimpft zu werden, der den Blick für die Realitäten des Lebens verloren hat. Aber eben gerade dies passiert ja in dem Moment, wenn ich in die Falle des Mangeldenkens tappe. Meine Wahrnehmung wird auf das fokussiert, man könnte sagen verkrümmt, und bildet nicht mehr die ganze Realität ab. Es kommt dazu, dass es nur noch darum geht, Fehler zu vermeiden und nach Sicherheiten zu suchen. Es wird nichts mehr gewagt. Letztlich wird der Wettbewerb nicht mehr angenommen, geschweige denn gesucht.

In einem Coachinggespräch mit einem jungen Mann, stelle ich ihm die Frage: „Wann sind Sie eigentlich das letzte mal gelobt worden?“ Er schaut mich ganz entsetzt an und sagt: „Hören Sie bloss auf, meine Mutter hat mich heute Morgen verflucht“.

Wie denken wir eigentlich über andere, unsere Ehepartner, Kinder, Eltern, Kollegen, Vorgesetzten, Mitarbeiter,…Politiker. An vielen Stellen herrscht ein Denken und eine Sprache, die den anderen verdammt, verflucht oder richtet. In den Kantinen wird gejammert, gelästert und geflucht. Man gönnt dem anderen noch nicht mal den kleinsten Erfolg.

Beim Blick auf sich selbst geht das gleiche Spielchen ab. Manche nennen das dann das Streben nach „Excellence“. Die eigenen, inneren Antreiber können aber auch das Leben zur Hölle machen. Was rauskommt sind Menschen, Familien und Betriebe in denen das pure Mangeldenken regiert. Defizite werden fokussiert und kritisiert. Manche brechen unter dem oft selbst gemachten Druck zusammen, Abteilungen verlieren in dieser Athmosphäre ihre Produktivität und ganze Betriebe ihre Innovationskraft.

Produktivität, Innovationskraft und Vitalität fallen aber auch nicht einfach vom Himmel. Manche Kritik wirkt eben wie ein „Fluch“, der blockiert und die Luft zum Atmen nimmt, denn „energy flows where attention goes.“

„Im Danken kommt Neues ins Leben“! Diesen Satz habe ich vor vielen Jahren in einer sehr herausfordernden Situation von einem meiner Mentoren gehört. Und je länger je mehr bin ich davon überzeugt, dass es wirklich stimmt. Für viele verfahrene Situationen steckt in diesem Satz ein erster Schritt zur Lösung! Bitterkeit, Selbstmitleid oder auch dieses atemlose Getriebensein verlieren an Macht, wenn sich unsere Wahrnehmung weitet. Manchmal brauchen wir dazu ein Gegenüber, das uns „den Kopf wieder gerade setzt“. Motive und Einstellungen werden offensichtlich, wenn man gesagt bekommt, wie man wirkt. Wir sind die eigenen „Antreiber im Hamsterrad“ ohne Richtung und Ziel.

Es reicht! Also raus aus dem Hamsterrad! Hier nun die Richtung und das Ziel für die nächste Woche: Ich nehme mir jeden Tag 5 Minuten Zeit und schreibe mir auf, wofür ich dankbar bin – ohne Zensur. Was habe ich gut gemacht? Was ist mir gelungen? Was habe ich mir gegönnt?

Zum Einstieg, um in einen anderen Modus zu kommen, hilft vielleicht der folgende Film:

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