Kluge Entscheidungen treffen

Wir sind täglich unzähligen Impulsen und Reizen ausgesetzt. In der digitalen Welt kommt es zu Informationsfluten, die uns zu Fokusierung und Priorisierung zwingen. Im Fachdeutsch: „Rapid Refocusing“. Deshalb ist für eine gesunde (Führungs-)Kultur von grosser Bedeutung, dass die Entscheidungsräume kultiviert werden.  Der „Entscheidungsmuskel“ muss trainiert und entwickelt werden. Beim Individuum heisst das „Reifung“, im Sinne von authentischem und achtsamem Umgang mit den eigenen Werten, Zielen, Traditionen und Ressourcen. In aller Veränderung sich selbst treu bleiben und das volle Potential entfalten. „Werde wer Du wirklich bist“.

In der Gruppe/Organisation sind Führungskräfte herausgefordert, Entscheidungsräume und Führungsprozesse klar zu definieren und offensiv Entscheidungen zu treffen, die das Unternehmen im Wettbewerb nach vorne bringen.

Aber die Zentrifugalkräfte zerstreuen jede Konzentration. Manche Sitzungen gleichen eher einer Multimediashow, da kaum noch ein Teilnehmer wirklich präsent ist, sondern ständig das Smartphone abchecked und die nächste oder übernächste Sitzung vorbereitet. Kein Wunder, dass kostspielige Entscheidungen „in die Hose“ gehen. Deshalb ist es gerade im „Highspeedbusiness“ extrem wichtig, inne zuhalten. Rapid Refocusing!

Der Kybernetiker, der Steuermann ist dafür verantwortlich alle im System vorhanden Ressourcen zu bündeln/fokussieren und im Freiraum zwischen Reiz und Reaktion zur Entscheidung zu führen.

Dabei geht es bei weitem nicht um Fehlervermeidung, im Sinne von: „Bevor wir irgend etwas falsch machen, machen wir lieber garnichts“, sondern es geht eben um den Mut, unternehmerisch ins Risiko zu gehen. Denn „Du kannst ein Schiff nur lenken, wenn es fährt“. Im Entscheidungsraum hängen zu bleiben, wäre fatal und ebenfalls kostspielig und sogar existenz-gefährdend.

Entscheidungsraum

Um schliesslich eine nachhaltige Entwicklung zu sichern und auch durch „raue See“ die nötigen Kurskorrekturen anzubringen, müssen wir uns mit unseren Entscheidungen und Reaktionen immer wieder dem Feedback verschiedenster Seiten (360°) stellen. In der Reflexion kommt es dann zum Deuten und Bewerten unserer Wahrnehmungen (Reframing). Führung heisst in diesem Fall, gemeinsame zielorientierte Deutungen für die jeweilige Situation zu forcieren. So entwickelt sich der Einzelne und auch ein Unternehmen.

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