Wir sind keine Sklaven der Umstände

Vorzeichen eines Burnouts ist das Gefühl des Ausgeliefertseins an die Lebensumstände. Gerade Kinder und Jugendliche sind von Natur aus ja auf die familiären Strukturen und Umstände angewiesen. Früher hat man vom Segen gesprochen, den die Eltern weitergeben. Sie sorgen dafür, dass die Kinder versorgt und geschützt sind. Diese Grunderfahrung ist sehr wichtig! Was aber, wenn die Familie dies von den Kindern verlangt? Sie kämpfen um die Erhaltung des Familiensystems. Eine paradoxe Situation entsteht. Die Umkehrung der Rollen führt zu einem Verhalten, und je länger desto mehr zu einem Verhaltensmuster, das man „Parentifizierung“ nennt.
Umstände sind sehr prägend. Das Setup bestimmt die Lebensformen mit. Aber es ist nicht schicksalhaft bestimmend. Das Leben kann selbst bestimmt werden. „Es kommt nicht darauf an, woher der Wind weht, sondern wie wir die Segel setzen“ – oder mehr für die Mathematiker unter uns: E + R = F. Das heisst soviel wie: Ereignis + Reaktion = Folge. Viktor Frankl beschreibt den Entscheidungsfreiraum, den wir alle haben. Diesen zu entwickeln und zu kultivieren, bedeutet Reifung und Wachstum. Was wiederum zu der inneren Freiheit führt, die Frankl in seinem legendären Buch „Trotzdem Ja zum Leben sagen“ beschreibt.
Ich muss mich nicht als Sklave der Umstände begreifen!

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